Grundsteuer-Rechner 2025/2026: Nach der Grundsteuerreform

Nach der Grundsteuerreform 2025 berechnet sich die Grundsteuer im Bundesmodell als: Grundsteuerwert × Steuermesszahl (0,31‰) × Hebesatz der Gemeinde. Bei einem Grundsteuerwert von €200.000 und einem Hebesatz von 400% ergibt sich eine Jahressteuer von rund €248. Berlin (810%), München (535%) und Frankfurt (500%) haben die höchsten Hebesätze.

Der Grundsteuerwert steht auf Ihrem Grundsteuerbescheid vom Finanzamt.

Bundesmodell Wohngrundstücke: 0,31‰. Nichtwohngrundstücke: 0,34‰.

Wird von der Gemeinde festgesetzt. Beispiele: Berlin 810%, München 535%, Frankfurt 500%.

Steuermessbetrag (€)

EUR62

Grundsteuer pro Jahr

EUR248

Grundsteuer pro Monat

EUR21

Seit der Grundsteuerreform 2025 gelten neue Grundsteuerwerte auf Basis des Stichtags 1.1.2022. Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen und Sachsen verwenden eigene Landesmodelle statt des Bundesmodells (Länderöffnungsklausel).

Was ist der Grundsteuer-Rechner?

Die Grundsteuer wurde mit der Reform zum 1. Januar 2025 grundlegend neu geregelt. Alle Grundstücke mussten auf den Stichtag 1.1.2022 neu bewertet werden: die alten Einheitswerte aus 1964 (West) und 1935 (Ost) wurden vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt. Das Bundesmodell berechnet die Grundsteuer als Produkt aus Grundsteuerwert, Steuermesszahl und gemeindlichem Hebesatz. Sechs Bundesländer nutzen abweichend die Länderöffnungsklausel mit eigenen Berechnungsmodellen (z.B. Bayern mit Flächenmodell, Baden-Württemberg mit Bodenwertmodell).

Formel

Steuermessbetrag = Grundsteuerwert × Steuermesszahl (‰). Jahressteuer = Steuermessbetrag × Hebesatz ÷ 100.
GW
= Grundsteuerwert laut Feststellungsbescheid
m
= Steuermesszahl (Bundesmodell Wohnen: 0,31‰)
H
= Hebesatz der Gemeinde (z.B. 400%)

So benutzen Sie den Grundsteuer-Rechner

  1. 1

    Schritt 1

    Nehmen Sie den Grundsteuerwert aus Ihrem Feststellungsbescheid vom Finanzamt.

  2. 2

    Schritt 2

    Tragen Sie die Steuermesszahl ein (Bundesmodell Wohnen: 0,31‰).

  3. 3

    Schritt 3

    Geben Sie den Hebesatz Ihrer Gemeinde ein (abrufbar auf der Website der Kommune).

  4. 4

    Schritt 4

    Ihre jährliche und monatliche Grundsteuer wird sofort berechnet.

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Häufig gestellte Fragen

Wann trat die Grundsteuerreform in Kraft?

Die neuen Grundsteuerwerte gelten seit 1. Januar 2025. Die Neubewertung erfolgte auf den Stichtag 1.1.2022: alle Eigentümer mussten 2022 eine Feststellungserklärung einreichen und erhielten 2023/2024 ihre neuen Bescheide.

Wie hoch ist der Hebesatz in den größten deutschen Städten?

Berlin führt mit 810%, gefolgt von München (535%), Frankfurt (500%) und Hamburg (540%). Ländliche Gemeinden setzen häufig Hebesätze zwischen 300% und 400% an: die Spanne ist groß und kann den Unterschied zwischen €200 und €800 Jahressteuer ausmachen.

Welche Bundesländer nutzen nicht das Bundesmodell?

Sechs Bundesländer haben die Länderöffnungsklausel genutzt: Bayern (reines Flächenmodell), Baden-Württemberg (modifiziertes Bodenwertmodell), Hamburg, Hessen, Niedersachsen (Wohnlagenmodelle) sowie Sachsen (abweichende Messzahlen). Die genaue Berechnung unterscheidet sich erheblich.

Ist die Grundsteuer auf den Mieter umlagefähig?

Ja: nach der Betriebskostenverordnung (§ 2 Nr. 1 BetrKV) gehört die Grundsteuer zu den umlagefähigen Nebenkosten. Vermieter dürfen sie anteilig über die Nebenkostenabrechnung auf die Mieter umlegen.

Quellen

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